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Kabel und Leitung entsprechend VDE richtig verlegen

Jedes Gebäude benötigt eine moderne Elektroinstallation. Als Eigentümer oder Verbraucher ist es wichtig zu wissen, welche Vorschriften zur Kabelverlegung berücksichtigt werden müssen, wo in der Wand, im Boden oder im Außenbereich (Erdkabel) elektrische Leitungen am besten verlegt werden und welche Herausforderungen generell zu meistern sind. Außerdem verraten wir Experten-Tipps zur Kabelverlegung und Elektroinstallation und empfehlen entsprechendes Zubehör.

Der Elektriker als Fachmann muss nicht nur Elektrokabel richtig verlegen, sondern manchmal auch bereits vorhandene Stromleitungen erweitern oder erneuern. Grundsätzlich ist er bei seiner Arbeit dazu verpflichtet die VDE Vorschriften bei der Kabelverlegung zu beachten.

Diese Vorschriften sind auch der Grund, weshalb Laien keine Stromleitungen verlegen dürfen. Es gibt zahlreiche Normen und Vorschriften, die eingehalten werden müssen. Elektriker müssen alle entsprechenden Standards kennen.

Folgende Normen sind bei der Leitungsverlegung einzuhalten: 

  • DIN VDE 0100–520
  • DIN VDE 0298–4
  • DIN VDE 0100–520
  • DIN 18015–3 (Unterputz)
  • DIN EN 61386 (Installationsrohre)

Besondere Regelungen gelten außerdem für Leitungen in der Nähe von Telekommunikationskabeln und elektrischen Anlagen. Das Fräsen der Mauerschlitze, Setzen von Unterputz- und Hohlwanddosen und das Verlegen der Kabel ist auch für begabte Heimwerker erlaubt. Den Anschluss an Sicherungskästen, Geräte und Steckdosen muss jedoch ein Fachmann übernehmen. 

Was man bei der Planung der Kabelverlegung berücksichtigen sollte

Wie bzw. wo soll die Installation erfolgen? 

  • Aufputz
  • Unterputz (hier finden Sie übrigens eine Anleitung zum Setzen von Unterputzdosen und Hohlwanddosen)
  • In Elektroinstallationsrohren
  • In Elektroinstallationskanälen (z.B. Sockelleisten oder Kanäle unter dem Fußboden)
  • In Hohlräumen (vor allem Decken und Wände)
  • Im Mauerwerk bzw. in extra angelegten Aussparungen im Beton, was der Unterputz-Installation ähnelt.
  • Direkt im Beton. In Rüttel- oder Stampfbeton ist dies nur in Rohren erlaubt
  • Mantelleitungen dürfen nur in Beton verlegt werden, wenn dieser nicht mechanisch verdichtet wird. Für Kabel wie NYY gibt es keinerlei Einschränkungen.
  • Im Badezimmer und in Außenbereichen gelten besondere Bestimmungen, z.B. bzgl. der IP Schutzart, nämlich die sog. Installationszonen für Feuchträume.

Wo dürfen Kabel nicht verlegt werden?

  • Auf Schornsteinwangen, denn hier leidet die Isolierung unter der Wärme
  • In Schornsteinzügen und Lüftungskanälen
  • Innerhalb von Metallprofilen, wobei Durchführen mit Kantenschutz zulässig sind

Welche Abstände sind unbedingt zu berücksichtigen?

  • Abstand zu warmen Rohrleitungen
  • Abstand zu Blitzschutzanlagen. Eine zusätzliche Installation eines Überspannungsableiters kann hier ratsam sein
  • Abstand zu Fernmeldeleitungen
  • Befestigungsabstände: Diese regeln, in welchen Abständen die verlegten Leitungen befestigt werden müssen, um das Verrutschen zu verhindern. Bei der waagerechten Verlegung von Kabeln gilt das Richtmaß des 20fachen Kabeldurchmessers, auf keinen Fall aber mehr als 80cm Abstand zwischen den Befestigungen. Bei der senkrechten Verlegung muss mindestens alle 150cm eine Befestigung erfolgen

Welche Kabel & Leerrohre sind für die geplanten Einsatzgebiete erforderlich?

  • Rohre aus flexiblem Kunststoff sind Goldstandard bei einer Neuinstallation, da sie Wärme gut vertragen und mechanischer Belastung gut standhalten.
  • Bei der Unterputz-Installation in Trockenräumen sind Flachleitungen mit dreiadrigen bis hin zu fünfadrigen Stromleitungen zu verwenden.
  • Die klassischen und mit PVC ummantelten Installationskabel bieten den Vorteil, dass sie sich für Aufputz- und Unterputz-Verlegung gleichermaßen eignen. Außerdem werden keine Installationsrohre benötigt. Der Nachteil: später können keine weiteren Leiter addiert werden.
  • Ist eine Freiverlegung geplant, müssen feste PVC-Rohre zum Einsatz kommen, welche nur wenige Befestigungspunkte benötigen.

Auf Basis dieser Planung wird ein Elektriker die passenden Kabelquerschnitte auswählen. Als Faustregel gilt hier, dass wenig belastete Steckdosen und die Beleuchtung üblicherweise mit einem Querschnitt von 1,5 Quadratmillimetern auskommen.

Muss die Steckdose aber höheren Belastungen gewachsen sein, z.B. in einer Hobbywerkstatt, aber teilw. auch in der Küche, dann sind 4 Quadratmillimeter erforderlich.

Gängige Kabelquerschnitte im Überblick:

  • 1,5 mm² für Beleuchtung und normal belastete Schuko-Steckdosen, die zur Versorgung der Unterhaltungselektronik oder diverse nicht fest installierter Geräte dienen
  • 2,5 mm² für stärker belastete Steckdosen, z.B. für Wäschetrockner, Spülmaschine oder Durchlauferhitzer
  • 4 mm² für den Elektroherd in der Küche oder stärkere Maschinen wie z.B. eine fest installierte Kreissäge in der Hobby-Werkstatt

Kabelquerschnitte-Ueberblick

Leitungsverlegung im Neubau

In der Regel werden Leitungsverlegung und Stromnetz von Elektrikern schon geplant, wenn ein Haus errichtet wird. Dies ist wesentlich einfacher als beispielsweise bei einer Sanierung oder der Neuverlegung von Leitungen für Smart-Home-Installationen. Denn beim Neubau haben die Elektriker maximale Flexibilität zur Verfügung und es gelten wenige Einschränkungen.

Vor Planung sollte man sich folgende Fragen stellen:

  • Wie viele Elektrogeräte wird es im Haushalt ungefähr geben?
  • Wo genau sollen die Geräte aufgestellt werden?
  • Ist es geplant, dass Lautsprecherkabel oder Netzkabel neben oder mit einer Stromleitung verlegt werden?
  • Wie groß wird die Wohnfläche sein?
  • Wo sind Badezimmer, Küche oder Hobbyräume geplant?
  • Um die Planung zu erleichtern sollte einem Bauplan auch immer ein grober Einrichtungsplan mit folgenden Elektroinstallationen beiliegen: Lichtschalter, Steckdosen, Deckenlampen.
  • Welches Zubehör für die Kabelverlegung und Elektroinstallation wird benötigt? Zum Beispiel Crimpwerkzeug, um Kabel mithilfe von Crimp-Verbindern zu verklemmem. Alternativ können dafür auch WAGO-Steckklemmen zum Einsatz kommen. Abzweigdosen, um die Verklemmungen sicher und platzsparend zu verstauen, oder Abisolierzangen und Messer zum fachgerechten Entmanteln und Abisolieren von Kabeln.

Neuverlegung von Kabeln im Rahmen einer Sanierung

Hier ist die Elektroinstallation komplizierter. Eine Kabelverlegung wird im Rahmen einer Sanierung häufig fällig, weil z.B. alte Stromleitungen eine Brandgefahr darstellen. Die Anzahl von Elektrogeräten im Haushalt nimmt stetig zu. Hierdurch können alte Leitungen durch die Vielzahl angeschlossener Geräte überlastet werden, wodurch eine fachkundige Neuplanung durch einen Elektriker notwendig wird. Hierfür muss ein Experte jede einzelne Leitung überprüfen. Zusätzlich fehlt bei älteren Immobilien oft der wichtige Bauplan, was die Kosten für eine Neuverlegung im Zuge einer Sanierung weiter erhöht.

Gerade deshalb sollte bei einer Neuplanung vor allem für die Zukunft mitgedacht werden:

  • Ausreichend viele Steckdosen, Netzwerk- und Telefonanschlüsse
  • Auch Antennenanschlüsse ggf. erweitern
  • Fokus liegt hier vor allem auf den Netzwerkanschlüssen, damit die Immobilie auch vom Breitbandausbau profitieren kann
  • Es ist davon auszugehen, dass Fernsehen zukünftig nur noch über Netzwerkkabel übertragen wird. Auch Streaming sorgt dafür, dass mehr Bandbreite benötigt wird, da eine immer höhere Auflösung übertragen werden muss, was über Kabel schlichtweg besser funktioniert als über das W-LAN-Signal

VDE-Vorschriften für Erdkabel - die Kabelverlegung im Erdreich & Außenbereich

Sie haben den Garten neu angelegt und benötigen nun Strom für den Weg vom Haus zur Garage, für die Pumpe des Gartenteichs oder für die Beleuchtung des schönen Gartenhäuschens? Dafür müssen Erdkabel richtig verlegt und die Elektroinstallation im Außenbereich vorschriftsmäßig installiert werden.

Dabei ist folgendes zu beachten:

  • Im Außenbereich müssen alle Stromkreise getrennt mit einem FI-Schutzschalter abgesichert werden, wobei sämtliche Steckverbindungen für den Außenbereich geeignet sein müssen. Übliche Kupplungen und Stecker können nicht verwendet werden! Hier bieten sich CEE-Stecker und Steckverbindungen an, ebenso wie unsere wasserdichten Kabelverbinder und Verteilerdosen
  • Die Stromzufuhr im Erdreich darf nur durch zugelassene Erdkabel (NYY-J) erfolgen, weil sie resistent gegen Nässe, Frost und andere mechanische Einflüsse ausgeführt sind
  • Verwenden Sie nur geeignete und laut VDE Richtlinien zugelassene Komponenten für den Außenbereich, wie zum Beispiel Schutzrohre, die über ein Prüfzeichen verfügen. Zur Verteilung des Stroms zu den Endgeräten sollten Sie außerdem ausschließlich für den Garten geeignete Oudoor Steckdosen-Leisten verwenden.

So gehen Sie richtig vor – Tipps & Tricks zur Verlegung von Erdkabeln

Gemäß der VDE-Vorschrift VDE 0100–520 zur Kabelverlegung im Erdreich müssen Sie für Ihren Garten eine Tiefe zur Verlegung des Kabels von mindestens 60cm wählen. Graben Sie ruhig noch ein wenig tiefer, damit Sie noch Platz für ein Sandbett haben, aber lassen Sie keine spitzen Steine herausragen. Häufig wird eine Verlegetiefe von 80cm für Erdkabel empfohlen

Das Kabel selbst sollte auf einer 10cm dicken Sandschicht verlegt werden. Nach der Verlegung sollten Sie nochmal eine 10cm Sandschicht auf das Kabel schütten und alles mit speziellen Kabelhauben abdecken. Jetzt können Sie ein PVC-Warnband mit der Aufschrift “Achtung Erdkabel” oder ein normales rot/schwarzes PVC-Band auf die Sandschicht legen und den Graben wieder mit Erdreich auffüllen.

Experten-Tipps für Kabel in Garten & Co.:

  • Schneiden Sie die Kabeleinführungen bei den Lampen oder Steckdosen nicht zu groß aus, denn sie müssen absolut wasserdicht sein. Bringen Sie außerdem die Zugentlastung ordnungsgemäß an
  • Ziehen Sie die Kabel durch Schutzrohre, damit sie mechanisch geschützt sind und sich darüber hinaus leicht auswechseln lassen. Sie müssen nicht erneut das Erdreich aufgraben
  • Für kurzfristige Anschlüsse wie Gartengeräte oder Weihnachtsbeleuchtung sollten Sie im Außenbereich eine Stromleitung in Gummikabel legen. Dadurch verhindern Sie das Risiko eines elektrischen Schlages.

Welche VDE-Vorschriften regeln die Kabelverlegung Unterputz?

Beim massiven Rohbau werden üblicherweise elektrische Leitungen Unterputz verlegt, wobei zwei Ausführungsmöglichkeiten möglich sind. DIN VDE 0100 Teil 520 regelt das vorschriftsmäßige Verlegen von Rohrsystemen in ungeschützter Montage, Unterflurmontage im Estrich und im Beton, in baulichen Hohlräumen und abgehängten Decken. Demnach müssen die Rohre nach DIN EN 61386-1 (VDE 0605-1) gekennzeichnet sein.

Das kann durch eine einfache Identifizierung des Rohrsystems oder durch mindestens die ersten vier Klassifizierungscodenummern (Druckkraftbeanspruchung, Schlagbeanspruchung, Mindest- und Höchsttemperaturbereich) geschehen.

Installation mit flexiblen UP-Leerrohren, die einzelnen Drähte (PVC-Aderleitungen) werden später eingezogen

Vorteile:

  • Die Schaltungen lassen sich jederzeit verändern oder sehr einfach erweitern
  • Niedrige Materialkosten

Nachteile:

  • Es sind relativ breite Mauerschlitze erforderlich
  • hoher Installationsaufwand und Kosten

Installation mit Kabel NYM-J, die Leerrohre von der Betondecke werden deckenbündig abgeschnitten

Vorteile:

  • Es sind nur schmale Schlitze erforderlich
  • Schnelle Installation (Leitungen verlegen)

Nachteile:

großer Aufwand bei späteren Erweiterungen oder Veränderungen der Installation (Stemmarbeiten nötig)

Experten-Tipps für die Kabelverlegung Unterputz:

  • Fräsen Sie die Schlitze (Mauernutfräse), statt mit Hammer und Meißel zu arbeiten, und führen Sie sie, je nach Mauerdicke, nicht zu tief aus. Je nach Wandstärke sind beim Einsatz einer Mauernutfräse sogar tiefere Kabelschlitze erlaubt als bei der Verwendung von Hammer und Meißel.
  • Fertigen Sie an Schornsteinen wegen der Wärmeentwicklung keine Mauerschlitze für elektrische Leitungen an, denn die Kabelisolierung wird schnell beschädigt.
  • Leitungen in Decken oder auf Böden immer mit geeigneten Schellen oder Montagebügel befestigen. Vermeiden Sie auf jeden Fall eine bewegliche Verlegung!
  • Schützen Sie die Kabel und Leitungen durch eine feste Verlegung oder durch Rohre vor mechanischen Beschädigungen.
  • WICHTIG: Verputzen Sie die in den Mauerschlitzen verlegten Kabel und Leerrohre erst nach einem Funktionstest.

Vorgeschriebene Installationszonen bei der Leitungsverlegung 

Waagerechte-Installationszonen-Infografik

Als Installationszonen (oder auch Verlegezone) werden spezielle Bereiche in der Wand bezeichnet, an denen eine Verlegung der Kabel und Schalter und Steckdosen in bestimmten Höhen zugelassen sind. Dadurch soll eine Beschädigung der Kabel durch zum Beispiel das Bohren von Löchern vermieden werden. Warum das (lebens)wichtig ist, weiß jeder, der schon mal aus Versehen ein Kabel angebohrt hat.

Es kommt die DIN 18015-3:2016-09 zum Tragen, die folgende Vorzugsmaße bei der Verlegung von Leitungen innerhalb von Gebäuden vorsieht. Nur bei der Verlegung von Kabeln in der Decke gibt es keine Verlegevorschriften.

Waagerechte Installationszonen bei horizontaler Verlegung:

  • ZW-u: untere waagerechte Installationszone im Bereich 15 bis 45 cm über dem Fußboden
  • ZW-m: mittlere waagerechte Installationszone im Bereich von 100 bis 130 cm über dem Fußboden
  • ZW-o: obere waagerechte Installationszone im Bereich 15 bis 45 cm unter der Deckenbekleidung

Senkrechte Installationszonen bei vertikaler Verlegung:

  • ZS-t: Senkrechte Installationszonen an Türen im Bereich 10 bis 30cm
  • ZS-f: Senkrechte Installationszonen an Fenstern im Bereich 10 bis 30cm
  • ZS-e: Senkrechte Installationszonen an Wandecken im Bereich 10 bis 30cm

Senkrechte-Installationszonen

Leitungsführung auf der Decke:

  • ZD-r: Installationszone im Raum mit einer Breite von max. 30cm, bei einem Wandabstand von mind. 20cm
  • ZD-t: Installationszone im Türdurchgang mit einer Breite von max. 30cm, bei einem Wandabstand von mind. 15cm

Vorzugshöhen für Schalter und Steckdosen:

  • Im mittleren Installationsbereich: 105cm über der fertigen Fußbodenfläche (in Küchen und Hausarbeitsräumen sind Abweichungen möglich)
  • Im unteren Installationsbereich: 30cm über der fertigen Fußbodenfläche

H-he-Steckdosen-Schalter-Info

Die mittlere Installationszone in einer Höhe von 100cm bis 130cm vom Fußboden aus gilt nur in Küche, Büro und Hobbyraum. Die Vorzugshöhe von Schaltern und Steckdosen liegt hier bei 115cm. Steckdosen, Schalter oder Dosen, die sich außerhalb der Installationszonen befinden, müssen mit einer senkrechten Stichleitung aus der am nächsten gelegenen horizontalen Installationszone versorgt werden. Durch diese vorgeschriebenen Abstände lassen sich die Freiflächen zum Bohren exakt definieren.

Waagerechte Installationszonen außen:

  • AZW-o: äußere waagerechte Installationszone oben im Bereich 20 bis 40cm unter der Innendecke
  • AZW-u: äußere waagerechte Installationszone unten im Bereich 20 bis 40cm über dem Fußboden

Senkrechte Installationszonen außen:

  • AZS-t: äußere senkrechte Installationszone an Türen im Bereich 10 bis 30cm neben Rohbaukanten
  • AZS-f: äußere senkrechte Installationszone an Fenstern im Bereich 10 bis 30cm neben Rohbaukanten
  • AZS-w: äußere senkrechte Installationszone an Wandkanten im Bereich 50 bis 70cm neben Rohbaukanten

Schutzbereich Badezimmer – Installationszonen im Feuchtraum

Infografik-IP-Schutzart-Badezimmer-SkizzeqNlLCVTK4p4NV

Im Bad gelten besondere Sicherheitsvorschriften zur Verlegung von Kabeln, da es sich hier um einen Feuchtraum handelt. Die abweichenden Installationszonen bzw. Schutzbereiche sollen verhindern, dass es durch die Verbindung von Luftfeuchtigkeit und elektrischem Strom zu schweren Unfällen kommt.

Übersicht der drei Schutzbereiche im Badezimmer:

  • Schutzbereich 0: innerhalb einer Badewanne und Dusche sind sämtliche Steck- und Abzweigdosen untersagt
  • Schutzbereich 1: über der Badewanne oder Dusche sind ausschließlich die notwendigen elektrischen Anschlüsse für fest angeschlossene Boiler, Pumpen und Abluftgeräte zulässig. Sie müssen mindestens 2,25 Meter über dem Fußboden installiert werden
  • Schutzbereich 2: in diesem Schutzbereich gelten im Prinzip dieselben Anforderungen wie für Schutzbereich 1. Er bezieht sich auf den Bereich von 60cm um Dusche und / oder Badewanne herum. Auch hier muss die Installationshöhe also bei mind. 225cm über dem Fußboden liegen. Der einzige Unterschied: neben Anschlüssen von Boilern, Pumpen und Abluftgeräten dürfen hier auch Beleuchtung und Waschmaschine angeschlossen werden. Steckdosen und Schalter sind verboten

Die vorgeschriebene Verwendung von Schutzleitern und FI-Schaltern für entsprechende Stromkreise soll gefährliche Körperströme verhindern. Schalter und Steckdosen im Badezimmer müssen die Schutzart IP44 haben und dürfen nur in Schutzbereich 3 und außerhalb der vorgeschriebenen Installationszonen in Feuchträumen installiert werden. In unserem Blog-Artikel zu Installationszonen für die Elektroinstallation in Feuchträumen wie dem Badezimmer gehen wir im Detail auf diese Punkte ein. 

Photovoltaik Kabel gemäß VDE-Vorschriften richtig verlegen

Generell darf eine Photovoltaik Anlage nur unter Berücksichtigung der Anforderungen nach DIN VDE V 0100-551 und DIN VDE V 0100-551-1 und der Verwendung spezieller Solarkabel betrieben werden. Meist werden für die Solarmodule Verbindungskabel verwendet, die bereits vormontiert sind.

Bei einer Photovoltaikanlage müssen die Kabel richtig verlegt werden, also nicht zu straff gespannt. Gegebenenfalls sollten sie mit witterungs- und UV-beständigen Kabelbindern befestigt werden. Falls die Anlage mit Schienen und Kabelablagen ausgestattet ist, sollten Sie kleine Löcher bohren, damit die Kabel nicht im Regenwasser liegen.

Achten Sie bei der Auswahl der Solarkabel auf diese Punkte:

  • Witterungs- und UV-Beständigkeit nach HD 605/A1
  • Spannungsfestigkeit bis etwa 1.000 V
  • Säure- und Laugenbeständigkeit nach EN 60811-2-1
  • Ozonbeständigkeit nach EN 50396
  • geeignet für Temperaturbereiche von – 40° C bis + 125° C
  • Abriebfestigkeit
  • mechanische Festigkeit
  • Kurzschlussfestigkeit, auch bei hohen Temperaturen von 250° C
  • geringe, platzsparende Außendurchmesser
  • beständig gegen Entflammung nach IEC 60332-1-2
  • halogenfrei nach EN50267-2-2
  • Experten-Tipp: Achten Sie auf die letzten beiden Punkte, denn halogenfreie Kabel brennen nicht so leicht und schwer entzündbare, eventuell sogar selbstlöschende Kabel sind auf jeden Fall zu empfehlen.

Leitungen richtig befestigen - optimale Zugentlastung

Teil der Kabelverlegung ist auch die sichere Befestigung der einzelnen Stromleitungen in den richtigen Abständen. Genau regelt dies die DIN VDE 0100-520 (VDE 0100-520). Nicht fest verlegte Kabel und Leitungen, die in Hohlwänden platziert wurden, müssen an den Anschlussstellen von Zug und Schub entlastet sein.

Waagerechte Leitungen müssen im Abstand von 250mm bis 400mm befestigt werden. Der genaue Abstand hängt vom Leitungsdurchmesser zwischen 9mm und 40mm ab.

Bei der senkrechten Installation müssen die Abstände zwischen 400mm und 550mm liegen.

Die Befestigung dient primär dazu, dass die Zugspannungen von Kabeln, die auf Grund der Installationsart (z.B. Aufputz) nicht durchgängig geschützt sind, durch ihr Eigengewicht nicht größer wird als 50 N je Quadratmillimeter Leiterquerschnitt aus der Summe der einzelnen Adern. Dies regelt der Abschnitt 522.8.1 der VDE 0100-520. Unabhängig von der Zugspannung sollte bei senkrecht verlegten Kabeln aber nie eine Verlegung von >5 Metern ohne Befestigung erfolgen.

Das richtige Zubehör zur Befestigung & Kabelverlegung

Kabelbinder sind erlaubt, obwohl sie nicht gerne gesehen werden (DIN EN 62275 (VDE 0604-201)). Sie sind mit und ohne Befestigungsteil erhältlich, wobei die alleinige Verwendung von Kabelbindern ohne Befestigungsteil gerade bei der senkrechten Installation sehr umstritten ist.

Das hat damit zu tun, dass bei senkrecht verlegten Kabeln droht, dass die äußere Isolierung der Kabel beschädigt wird, auf Grund der hohen Anzugskräfte und des Eigengewichts, die zusammenwirken.

Viele Unternehmen schreiben ihren Elektrikern deshalb in internen Montagevorschriften vor, dass bei senkrechter Verlegung kraftschlüssige Schellen in Abständen von drei bis fünf Metern eingesetzt werden müssen. Das ist zum Beispiel in den Arbeitsrichtlinien von Siemens der Fall.

Die Hersteller sind aber auch bei der Verwendung von Kabelbindern mit Befestigungsteil zu kontaktieren, um sicherzugehen, dass sie die notwendigen Voraussetzungen erfüllen.

Hersteller und Lieferanten von Kabelbindern sind deshalb nach Abschnitt 7.3 der DIN EN 62275 (VDE 0604-201) dazu verpflichtet, jederzeit folgende Angaben zu machen:

  • Schleifenzugfestigkeit (50 bis 2 200 N)
  • Anwendungstemperatur (– 60 bis 150 °C)
  • Widerstand gegen Flammenausbreitung
  • UV- und zur Korrosionsbeständigkeit
  • Größter und kleinstmöglicher Bündeldurchmesser in mm
  • Mechanische Festigkeit
  • Empfohlenen Installationsmethode
  • Zu verwendenden Werkzeuge
  • Aufzuwendenden Anzugskräfte
  • Empfehlungen zu Lagerung und Transport, um die genannten Eigenschaften zu erhalten

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