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Sicherungsautomaten

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ECO Sicherung 10A 1-polig B Charakteristik 6KA 230V
ECO Sicherung 10A 1-polig B Charakteristik 6KA 230V
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ECO Sicherungsautomat 10A 1-polig C Charakteristik 6KA 230V
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Siemens 5SL6110-7 Leitungsschutzschalter 10A 1-polig Typ C 6KA 230V
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12,20 € *

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Leitungsschutzschalter B16 1-polig 16 Ampere 6kA 230V
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Sicherungsautomat C16 1-polig Nennstrom 16A 6KA 230/400V
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Leitungsschutzschalter B20 1-polig 20A 6kA 230/400V
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Sicherung 20A 1-polig Auslösecharakteristik C 6KA 230/400V
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Sicherung 25A 1-polig Auslösecharakteristik B 6kA 230/400V
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Sicherungsautomat C25 1-polig 6kA 230/400V 25 Ampere
Sicherungsautomat C25 1-polig 6kA 230/400V 25 Ampere
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32A Sicherung 1-polig Auslösecharakteristik B 6KA 230/400V
32A Sicherung 1-polig Auslösecharakteristik B 6KA 230/400V
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Sicherungsautomat C32 1-polig 230/400V 6kA 32 Ampere träge
Sicherungsautomat C32 1-polig 230/400V 6kA 32 Ampere träge
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Siemens 5SL6132-7 Leitungsschutzschalter C 32A 1-polig 6KA 230/400V
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Sicherungsautomat 10A 3-polig 400V Drehstrom Auslösecharakteristik B
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Leitungsschutzschalter 10A 3-polig 6kA 400V Drehstrom Auslösecharakteristik C
Leitungsschutzschalter 10A 3-polig 6kA 400V Drehstrom Auslösecharakteristik C
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Siemens 5SL6310-6 LS-Schalter 10A 3-polig 6KA 400V B Charakteristik
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Siemens 5SL6310-7 C 10 Ampere Sicherung 3-polig 6KA 400V
Siemens 5SL6310-7 C 10 Ampere Sicherung 3-polig 6KA 400V
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MCB Sicherungsautomat 16A 3-polig Auslösecharakteristik B 400V
MCB Sicherungsautomat 16A 3-polig Auslösecharakteristik B 400V
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Siemens 5SL6316-7 16A Sicherung 3-polig Typ C 6KA 400V
Siemens 5SL6316-7 16A Sicherung 3-polig Typ C 6KA 400V
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ECO Line Sicherungsautomat 20A 3-polig Auslösecharakteristik C 6KA 400V
ECO Line Sicherungsautomat 20A 3-polig Auslösecharakteristik C 6KA 400V
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Siemens 5SL6320-7 C 20A Sicherung 3-polig 6KA 400V
Siemens 5SL6320-7 C 20A Sicherung 3-polig 6KA 400V
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Leitungsschutzschalter B20 Automat 3-polig 20A 6KA 400V
Leitungsschutzschalter B20 Automat 3-polig 20A 6KA 400V
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Siemens 5SL6325-7 Sicherungsatuomat C25 3-polig 6KA 400V
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Leitungsschutzschalter B25 3-polig 25A 6KA 400V Drehstrom
Leitungsschutzschalter B25 3-polig 25A 6KA 400V Drehstrom
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ECO Line Sicherungsautomat 3-polig C 25A 6kA 400V
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Leitungsschutzschalter schützen vor Kurzschluss und Überlastung

Eine Unterverteilung im Rahmen des professionellen Verteilereinbaus funktioniert nicht ohne fachgerechte und zuverlässige Absicherung der Leitungen und Stromkreise, zum Schutz von Geräten, Leitungen und Personen vor Kurzschluss und Überlast. Zum Beispiel damit kein Kabelbrand entsteht, wenn eine Leitung mit zu hoher Stromstärke belastet wird oder andere Unfallgefahren durch einen Kurzschluss drohen. Genau deshalb werden, neben FI-Schutzschaltern und weiteren Schaltelementen, auch die sog. Leitungsschutzschalter (auch LS Schalter oder Leistungsschalter) in den Verteilerkasten eingebaut. Allgemein sind diese auch als Sicherungen oder Sicherungsautomaten bekannt, obwohl das nicht ganz richtig ist. Aber dazu gleich mehr. Schauen wir uns zunächst die verfügbaren Auslösecharakteristiken an.

Auslösecharakteristik B oder C?

Die LS Schalter der Auslösecharakteristik B werden primär für 230V und 400V Stromkreise im Privathaushalt verwendet. Hier sichern sie Stromkreise von Steckdosen und Beleuchtungen, so wie die angeschlossenen Haushaltsgeräte, z.B. Herd, Durchlauferhitzer, Waschmaschine, Kühlschrank, normale TV-Geräte und Beleuchtung. B-Automaten werden auch als flinke Sicherungen bezeichnet, weil sie bereits beim 5-fachen ihres Nennstroms bzw. Bemessungsstroms (10A, 16A usw.) auslösen. Ebenso können sie natürlich auch in der Industrie und in gewerblichen Betrieben, so wie als 3-polige Variante für Starkstromanschlüsse (Drehstrom) eingesetzt werden. Eine Starkstromsteckdose, bei dem man noch nicht genau weiß, was an dieser später angeschlossen werden soll (z.B. Saunaofen oder Solarium), sollte man bei der Planung grundsätzlich aber lieber mit einer trägen Sicherung (Auslösecharakteristik C) ausstatten. Das ist häufig der Fall, wenn man z.B. generell eine CEE-Steckdose in der Garage, im Keller oder im Garten für eventuelle Handwerks- und Bauarbeiten einplant, über die sich jeder Handwerker oder Bauarbeiter im Bedarfsfall zweifelsfrei freuen würde. Steht hingegen bereits bei der Planung fest, welcher Drehstromverbraucher später angeschlossen werden soll, dann kann auch ein Leitungsschutzschalter 3-polig mit B-Charakteristik verwendet werden, sofern der Verbraucher keine hohen Stromspitzen erzeugt. Eine solche Planung ist aber eher für Industrie & Gewerbe typisch. In deutschen Privathaushalten sind Starkstromanschlüsse nach wie vor eher selten zu finden, gerade in Mehrfamilienhäusern und im Altbau.

Sicherungsautomaten der Auslösecharakteristik C werden für Stromkreise mit hohen Einschaltströmen bzw. Stromspitzen verwendet, die höher als der eigentliche Nennstrom sind. Das sind zum Beispiel Stromkreise, welche vorwiegend induktive Verbraucher bzw. Verbrauchergruppen wie große TV-Geräte, Beleuchtungsgruppen, Pumpen oder Motoren versorgen. Sie ersetzen die ehemaligen Typ G LS Schalter. Da Sicherungsautomaten mit C-Charakteristik erst beim 10-fachen des Nennstroms auslösen, werden sie auch als träge Sicherungen bezeichnet. Wo ein LS Schalter Typ B also bereits beim Einschalten auslösen würde, obwohl durch diese kurze Stromspitze keine Gefahr für Personen oder Leitungen besteht, halten Leitungsschutzschalter Typ C stand. Kurz gesagt: Eine 16A Sicherung Typ B würde bei 80A auslösen (z.B. bei einem Kurzschluss), eine 16A Sicherung Typ C bei 160A. Häufig werden die sog. C-Automaten deshalb als 3-polige Variante im gewerblichen und industriellen Bereich eingesetzt, z.B. bei Motoren oder Maschinen, die an CEE-Steckdosen (Kraftstromsteckdosen) betrieben werden. Zum Beispiel in Baustromverteilern für CEE-Steckdosen, um die Stromkreise großer Kreissägen, Kräne, Schweißgeräte oder Hebebühnen vor Schäden zu schützen. Im Privatbereich kommen sie eher selten zum Einsatz und wenn, dann eher als 1-polige Variante, für einzelne 230V Stromkreise mit Wechselstrom. Zum Beispiel weil diese beim Einschalten viele Verbraucher gleichzeitig versorgen müssen (z.B. Beleuchtungsgruppen oder TV-Gerät, Surround-System und Beleuchtung gleichzeitig). 3-polige C-Automaten sind in Privathaushalten noch seltener, da die meisten Haushalte über keinen Starkstromanschluss verfügen. Und wenn, dann sind an diese häufig eher Geräte angeschlossen, bei denen eine 3-polige Sicherung mit B-Charakteristik ausreicht. Einen 3-poligen C-Automaten findet man vielleicht in privaten Werkräumen mit großen elektronischen Werkzeugen bzw. Maschinen an Festanschlüssen, die im Haushalt aber eher untyptisch sind. Oder für die Absicherung von Haustechnik in Mehrfamilienhäusern (Heizung, Pumpen, Fahrstuhl, Vorsicherung, Treppenhausbeleuchtung etc.). Für nahezu alle haushaltstypischen Geräte in Wohnraum, Garage und Garten reichen in der Regel Leitungsschutzschalter mit B-Charakteristik.

  • Auslösecharakteristik B: Löst ab dem 5-fachen Nennstrom aus. Typische Sicherung in Privathaushalten und allgemein für Stromkreise von normalen Schuko-Steckdosen und Beleuchtung. Ideal für den Leitungsschutz bei der Versorgung von Verbrauchern mit nur geringen Stromspitzen bzw. Einschaltströmen
  • Auslösecharakteristik C: Löst ab dem 10-fachen Nennstrom aus. Typische Charakteristik für 3-polige Automaten, die Drehstromkreise absichern, gerade bei Geräten mit hohen Einschaltströmen (leistungsstarke Maschinen und elektrische Werkzeuge, Motoren). Ebenfalls empfehlenswert bei Stromkreisen mit eher induktiven Verbrauchern mit mäßigen bis hohen Stromspitzen (Beleuchtungsgruppen, große Verbrauchergruppen an einer Steckdose, wie z.B. eine Heimkino-Anlage mit Subwoofer, Surround-System und großem TV-Gerät an einer Steckdosenleiste)

LS Schalter 1-polig oder 3-polig?

Neben der Auslösecharakteristik stellt sich bei der Auswahl der richtigen Sicherungen vor allem auch die Frage nach dem notwendigen Nennstrom (10A, 16A, 20A usw.) und der einpoligen oder allpoligen Abschaltung.

Die allpolige Sicherung bzw. Ausschaltung (3-polig) wird für Stromkreise mit 400V Drehstrom / Starkstrom empfohlen. Rein theoretisch dürfen auch Drehstromkreise mit drei 1-poligen Sicherungen geschützt werden. Eine gesetzliche Vorschrift für die Verwendung von 3-poligen Automaten gibt es nicht immer. Sicherer ist bei Drehstrom aber die Abschaltung aller Phasen, sobald in einer Phase (z.B. im Zuleiter) ein Kurzschluss oder eine Überlast auftritt. In der Regel werden in Privathaushalten also z.B. Stromkreise für das Aufladen des E-Autos, für Durchlauferhitzer (von 6,5 kW bis 27 kW) oder für den Küchenherd mit einem 3-poligen Sicherungsautomaten abgesichert. Auch Saunaofen oder Solarium und einige elektrische Werkzeuge benötigen Drehstromkreise für den Betrieb. Für steckfertige Mini-Durchlauferhitzer mit 3,5 kW reicht aber zum Beispiel eine Schuko-Steckdose, für 4,4 kW ud 5,7 kW ist ein 230V Festanschluss erforderlich. Hier würde also jeweils eine 1-polige Sicherug genügen. Ein E-Herd ist zwar ein Drehstromverbraucher, wird aber in der Praxis häufig mit drei einzelnen LS Schaltern 1-polig abgesichert. Denn die allpolige Abschaltung hat auch Nachteile. Tritt beispielsweise in einer Herd-Ofen-Kombination ein Problem mit dem Backofen auf, so wären beim Auslösen einer allpoligen Sicherung auch die Herdplatten nicht mehr benutztbar. Wird eine Sicherung mit drei 1-poligen Sicherungen vorgneommen, dann könnten die Platten weiter benutzt werden, selbst wenn die Sicherung der Phase des Backofens ausgelöst hat. Außerdem weiß man so direkt, in wo im Servicefall nach dem Fehler gesucht werden muss. Bei einer allpoligen Abschaltung sucht man zunächst den Fehlerkreis. Auch ein Saunaofen kann theoretisch mit drei 1-poligen Sicherungsautomaten gesichert werden. Für die sichere Arbeit an Leitungen ist hingegen die 3-polige Sicherung von Vorteil. Werden aus einem Drehstromkreis mit einem Neutralleiter mehrere Wechselstromkreise mit je einem eigenen Neutralleiter gebildet, so muss für die Freischaltung des Drehstromkreises jedoch ein 3-poliger Leitungsschutzschalter verwendet werden, der im Fehlerfall alle Leiter abschaltet.

Ein LS Schalter 1-polig sichert die meisten 230V Stromkreise mit Wechselstrom zuverlässig ab. Es ist auch immer wieder Thema, ob man nicht aus einem Drehstromkreis durch die Verwendung von 1-poligen Sicherungsautomaten drei Wechselstromkreise machen kann. Hierzu gibt es verschiedenste Ansichten, VDE-Empfehlungen und individuelle Vor- und Nachteile. Sicherer ist grundsätzlich die 3-polige Abschaltung bei Drehstrom, auch wenn man dann trotz Fehlerfall in nur einer Phase mal komplett im Dunkeln sitzt oder nicht mehr kochen kann. 

  • Sicherung 1-polig: Typische Sicherung für haushaltsübliche 230V Stromkreise mit Wechselstrom. Kann teilw. auch für die Absicherung von 400V Drehstromkreisen verwendet werden, z.B. bei einem E-Herd oder Durchlauferhitzer. Wird aber aus Sicherheitsgründen nicht empfohlen, auch wenn es in der praktischen Anwendung Vorteile bieten kann
  • Sicherung 3-polig: Allpolige Sicherung für die gleichzeitige Ausschaltung aller Phasen in 400V Drehstromkreisen, sobald in einer Phase ein Fehler auftritt.

Die typische 16 Ampere Sicherung 1-polig und 3-polig:

16A, 25A oder 32A - darf ich Sicherungen einfach austauschen?

16A Sicherungen sind die gängigsten Sicherungen für den Privathaushalt und werden zur Absicherung der Stromkreise mit Beleuchtungen und Steckdosen verwendet, an die haushaltstypische Verbraucher wie Waschmaschinen, Kühlschränke, Fernseher usw. angeschlossen sind. Sicherungsautomaten mit etwas höherem Nennstrom, z.B. 20A oder 25A müssen für vereinzelte Verbraucher mit höherer Last wie z.B. den Herd oder Boiler eingesetzt. Die eingesetzte Sicherung darf dabei nicht höher sein als die Strombelastbarkeit der Steckdosen und Leitungen. 32A Sicherungen kommen in Privathaushalten kaum bzw. eher in der Vorsicherung und Absicherung von Haustechnik zum Einsatz (Heizung, Pumpe, Vorzählersicheurng etc.). Selbst für Starkstromanschlüsse in Privathaushalten kommen eher 3-polige 16A, 20A oder 25A Sicherungen zum Einsatz. Ein Leitungsschutzschalter mit 32 Ampere Nennstrom wird eher für Baustellen (z.B. für einen Kran) oder besonders leistungsstarke Maschinen und elektrische Werkzeuge verwendet. 

Dementsprechend darf man z.B. auch keine 16A Sicherung gegen eine 32A Sicherung austauschen, weil man z.B. aus seinem Wohnzimmer spontan einen Werkraum machen möchte und sich nun ein Schweißgerät zugelegt hat. Tauscht man die Sicherungen einfach aus, dann besteht die Gefahr eines Kurzschlusses und Kabelbrands. Denn die Wandleitungen in Wohnräumen (i.d.R. 1,5mm bis 2,5mm) sind für diese Stromstärken nicht ausgelegt und dürfen in der Regel mit maximal 16A belastet werden. Genau aus diesem Grund werden extra flinke (B-Charakteristik) Sicherungen mit einem niedrigen Bemessungsstrom von 10A (eher im Altbau bei 1,5mm Leitungen) oder 16A (bei 2,5mm Leitungen) in Haushalten verwendet. Tauscht man nun die Sicherung aus, weil die die vorhandene 10A oder 16A Sicherung ständig auslöst, zum Beispiel beim Einschalten eines Gerätes mit hohem Anlaufstrom (z.B. ein Punktschweißgerät), oder weil zu viele Geräte an einem Stromkreis hängen, dann kann es zu Bränden und anderen Unfällen kommen. Die Isolierung der Leitungen kann aufgrund der anhaltenden Überlast durch zu hohe Stromstärken schmelzen, wenn die Sicherung nicht auslöst, weil der Bemessungsstrom zu hoch ist. Im schlimmsten Fall entsteht ein Kabelbrand.

Ebenfalls kann man auch nicht einfach die Steckdose austauschen, z.B. gegen eine CEE-Steckverbindung. Denn die Zuleitungen sind seinerzeit entsprechend dimensioniert worden. Auch beim gemeinsamen Tausch von Steckdose und Sicherung besteht weiterhin große Gefahr für die Wandleitungen. Zusätzlich müssen seit einigen Jahren alle Steckverbindungen von 16A bis 32A ergänzend mit FI-Schutzschaltern abgesichert werden. Nicht alle Sicherungskästen (gerade ältere Modelle) bieten den notwendigen Platz dafür. Hier müssen also eventuell auch zusätzliche Verteilerkästen installiert werden.

Wenn also Geräte mit höhrer Last in einer Garage, im Keller oder auch im Wohnzimmer betrieben werden sollen, dann sind Arbeiten an Leitungen, Steckdosen und Sicherungskasten notwendig, die ausschließlich ein Elektriker ausführen darf.

32A Sicherungen kommen hingegen eigentlich ausschließlich in Industriebetrieben, z.B. in Werkhallen mit mehreren Schweißgeräten zum Einsatz. Also dann, wenn "Starkstrom" und Drehstrom fließt. Für letzteren werden übrigens 3-polige Leitungsschutzschalter eingesetzt, die im Fehlerfall alle drei Phasen gleichzeitig abschalten. Im Privatbereich kommt man an diesen Verbrauch eigentlich nicht heran. Der Einsatz von 32A Sicherungen wäre hier sogar gefährlich, da die Leitungen so bei zu hoher Stromstärke (bei Überlast oder Kurzschluss) nicht mehr geschützt wären, da die Sicherung nicht auslöst. Vereinzelt kommen aber auch in Privathaushalten Sicherungen mit hohen Bemessungsströmen wie 25A oder 32A zum Einsatz, jedoch eher für einzelne Stromkreise spezieller Verbraucher, z.B. für Durchlauferhitzer oder einen stark ausgelasteten Werkraum oder Waschkeller. Auch Baufirmen freuen sich über einen 32A Anschluss, z.B. wenn ein Kran betrieben werden muss, oder beim Einsatz einer Mittelfrequenz Steinsäge. Doch die wenigsten Haushalten verfügen über einen solchen Anschluss. In solchen Fällen legen Elektriker ein Provisorium. 

10A Sicherungen kommen übrigens immer seltener zum Einsatz. Häufig werden sie in Altbauwohnungen und allg. in älteren Häusern verwendet. Allerdings berichten viele Elektroinstallateure immer wieder, dass in vielen Haushalten die verwendeten 16A Sicherungsautomaten eigentlich gegen 10A Automaten ausgtauscht werden müssten. Denn bei den Kabeln, die mit 16A abgesichert werden, handelt es sich häufig um 1,5mm² Kabel. Eigentlich sollten 16A LS Schalter aber eher für 2,5mm² verwendet werden. Dementsprechend müssten vielerorts entweder die Sicherungen oder die Kabel getauscht werden. 

B16, 16A oder 16 Ampere Sicherung - was bedeuten die Abkürzungen?

Häufig werden die genauen Bezeichnunge für Sicherungsautomaten bei der Online-Suche oder im Gespräch abgekürzt. Man spricht dann von 16A Sicherungen oder einer B25 Sicherung. Vielleicht auch von einem LS Schalter 20A oder anderen Kombinationen. Aber was genau ist damit eigentlich gemeint? Gehen wir das einmal anhand einer 16A Sicherung durch. 

  • 16A Sicherung oder 16 Ampere Sicherung - Eine Kombination aus Zahl und dem Buchstaben A bezieht sich auf den Bemessungsstrom. Mit einr 16 A Sicherung ist also ein Automat mit einem Bemessungsstrom von 16 Ampere gemeint, bei 20A 20 Ampere usw. Was bei dieser Beschreibung noch fehlt, ist die gewünschte Auslösecharakteristik. 
  • B16 Sicherung oder B16 Automat - Dies ist eine Kombination aus Auslösecharakteristik und Ampere. Das "B" bezieht sich auf die Auslösecharakteristik und die Zahl 16 auf den Bemessungsstrom. Hier ist also ein Sicherungsautomat mit B-Charakteristik und 16 Ampere Bemessungsstrom gemeint. B20 oder B25 würde entsprechend einen B-Automaten mit 20 Ampere oder 25 Ampere Nennstrom beschreiben. Beispiel aus unserem Shop: Leitungsschutzschalter 16A Typ B 1-polig. Übrigens: 16 Ampere Sicherungen 1-polig und 3-polig sind die gängigsten Sicherungen und kommen in den meisten Haushalten zur Absicherung von Beleuchtungs- und Steckdosenstromkreisen zum Einsatz, die haushaltstypische Verbraucher wie Kühlschrank, Waschmaschine & Co. absichern. Allerdings ist ihr Einsatz nicht immer richtig. Es ist davon auszugehen, dass in diversen Haushalten eigentlich eher 10A Sicherungen zum Einsatz kommen müssten bzw. statt 1,5mm² 2,5mm² Kabel verlegt werden müssten. 
  • C16 Sicherung oder C16 Automat - Setzt sich genauso zusammen wie B16, nur dass hier ein Leitungsschutzschalter mt Auslösecharakteristik C (träge) gemeint ist. Eine C20 Sicherung beschreibt dann entsprechend einen Leitungsschutzschalter mit 20 Ampere Bemessungsstrom usw.
  • Weitere Bezeichnungen: Damit noch nicht genug des Durcheinanders. Die Begriffe Sicherung und Sicherungsautomat werden zwar sehr häufig genutzt, sind aber eigentlich nicht ganz korrekt. Bei modernen Schaltern handelt es sich eigentlich um Leitungsschutzschalter, die auch als LS Schalter oder Leistungsschalter bezeichnet werden. Teilweise wird auch nach B-Automat oder C-Automat gesucht, was entsprechend Sicherungen mit B oder C Auslösecharakteristik meint, aber keine Angabe zum Nennstrom in Ampere enthält

Warum LS Schalter eigentlich keine Sicherungen sind

Weitläufig werden moderne elektrische Leitungsschutzschalter bzw. Sicherungsautomaten immer noch als Sicherung bezeichnet. Auch gängige Online-Shops sprechen bei LS Schaltern nach wie vor von Sicherungen. Doch streng genommen ist das falsch. Mit dem Begriff Sicherung bezeichnet man eigentlich ausschließlich die alten Schmelzsicherungen mit thermischer Auslösung, die nach dem einmaligen Auslösen (Durchbrennen / Schmelzen) ausgetauscht werden mussten. Von ihnen stammt auch die Formulieurng "Die Sicherung ist durchgebrannt". Hat es einmal aufgrund von Überlast geknallt, dann war die Sicherung geschmolzen und der Strom weg. Hatte man keine Ersatzsicherung im Schrank, dann saß man erstmal im Dunkeln. Aber haben Sie heute noch Ersatzsicherungen für diesen Fall im Schrank? Wahrscheinlich nicht. Denn sie werden für heutige Sicherungskästen nicht mehr benötigt.

Moderne LS Schalter funktionieren anders. Wenn sie auslösen und einen Stromkreis trennen, dann können sie danach einfach wieder eingeschaltet werden. Im Gegensatz zu klassischen Sicherungen können sie somit auch zum manuellen Ein- und Ausschalten von Stromkreisen verwendet werden, z.B. im Notfall oder wenn eine neue Deckenlampe montiert, oder ein Haushaltsgerät repariert oder angeschlossen werden soll. Doch das ist nicht der einzige Unterschied. Leitungsschutzschalter haben noch viele weitere Vorteile gegenüber klassischen Sicherungen bzw. Schmelzsicherungen.

Unterschiede zwischen Sicherung und Leitungsschutzschalter:

  • Eine Sicherung arbeitet ausschließlich nach elektrischen und thermischen Eigenschaften der leitenden Materialien, weshalb sie nur vor Überlast schützt. Leistungsschalter arbeiten nach dem Elektromagnetismus- und Schaltprinzip und verfügen zusätzlich über einen thermischen Auslöser (Bimetall-Schalter, der sich bei zu hoher Stromstärke verbiegt). Somit schützen sie nicht nur vor Überlast, sondern auch vor Kurzschlüssen.
  • Eine klassische Sicherung besteht aus Glas, Porzellan oder Kunststoffmaterial und enthält ein dünnes Drahtstück. Fließt ein Überstrom durch den Stromkreis, dann schmilzt die Sicherung und unterbricht den Stromkreis. Jedoch müssen solche Schmelzsicherungen gewechselt werden, nachdem ein Fehler aufgetreten ist. Sicherungsautomaten arbeiten mit verschiedenen Auslösern, nämlich mit einem elektromagnetischen Schnellauslöser (Spule) für Kurzschlüsse und einem thermischen Auslöser (Bimetall) für Überlast. Der Bimetall Auslöser schmilzt nicht, sondern verbiegt sich und kehrt nach dem Unterbrechen des Überstroms in seine Ausgangsform zurück. Somit können Leistungsschalter nach dem Auslösen einfach wiederverwendet werden, indem man den Hebel im Sicherungskasten betätigt.
  • Tauscht man eine Schmelzsicherung aus obwohl der Fehler noch nicht behoben ist, dann entsteht ein gefährlicher Lichtbogen. Dieser kann zu erheblichen Verletzungen führen. Wird ein Leitungsschutzschalter nach einem Kurzschluss wieder eingeschaltet, obwohl das Problem noch besteht, dann sorgt die Freiauslösung dafür, dass der Stromkreis auch beim Betätigen, Blockieren oder Festhalten des Schalthebels sofort unterbrochen wird bzw unterbrochen bleibt. Im Kurzschlussfall wird der Lichtbogen in die sog. Löschkammer geleitet, welche diesen aufnimmt bis er erlischt und der Stromkreis sicher abgeschaltet wurde. Schlitze oberhalb der Löschkammer ermöglichen das Austreten heißer Gase und der ionisierten Luft. Kommt es nach dem Einschalten des LS-Schalters erneut zu einem Kurzschluss, so wiederholt sich der Vorgang. Bei einer Schmelzsicherung übernimmt Quarzsand das Löschen des Lichtbogens. Besteht der Kurzschluss jedoch beim Austausch der Sicherung fort, so entsteht der Lichtbogen beim Herausnehmen der durchgebrannten Sicherung erneut. 
  • Bei Sicherungsautomaten kann es beim Austausch der durchgebrannten Schmelzsicherung außerdem zu einer gefährlichen Falschabsicherung kommen. Wird versehentlich oder wissentlich eine ungeeignete Ersatzsicherung verwendet (z.B. weil kein passender Ersatz zur Hand war), z.B. mit höheren Nennstromstärken oder trägeren Kennlinien, sind Geräte oder Apparate anschließend nicht mehr ordnungsgemäß vor Überstrom geschützt.
  • Dadurch kann ein Leitungsschutzschalter auch manuell als Ein-Aus-Schalter verwendet werden, ein Sicherungsautomat hingegen nicht.
  • Die Kennlinie einer Sicherung unterliegt altersbedingten Veränderungen, wodurch sie sich verschiebt und es zu Fehlauslösungen kommt. Ein LS Schalter unterliegt diesen Veränderungen nicht.
  • Leitungsschutzschalter sind platzsparender

 

Doch klassische Sicherungen haben nicht nur Nachteile, sondern auch Vorteile gegenüber Leistungsschaltern. Bei der alltäglichen Absicherung von Stromkreisen in Betrieben und Haushalten spielen diese jedoch kaum eine Rolle. Schmelzsicherungen werden beispielsweise noch zum Schutz von Überstrom innerhalb von fest verbauten Geräten wie Boilern oder als Vorsicherung für Unterverteiler verwendet. Denn sie sind wesentlich günstiger, werden nicht durch die Umgebungstemperatur beeinflusst und funktionieren vollautomatisch. Der automatische Betrieb von Leitungsschutzschaltern erfordert ein Relaissystem. In Neubauten werden generell LS Schalter oder kombinierte LS/FI Schalter installiert.

Vorteile von Leitungsschutzschaltern auf einen Blick:

  • Platzsparend
  • Sofort wiederverwendbar
  • Da kein Austausch nach dem Auslösen notwendig ist, besteht keine Gefahr einer Falschabsicherung oder der Entstehung eines Lichtbogens beim Wechsel
  • Schützt vor Überstrom und Kurzschluss
  • Die Freiauslösung trennt den Stromkreis im Falle eines Kurzschlusses auch dann, wenn der Hebel blockiert oder wieder eingeschaltet wird
  • Kann auch für das manuelle Ein- und Ausschalten von Stromkreisen verwendet werden
  • Unterliegt keinen altersbedingten Verschiebungen der Kennlinie, wodurch keine Fehlauslösungen entstehen
  • In Drehstromkreisen (3-polig) ist ein allpoliges Abschalten möglich, auch wenn nur in einer Phase ein Fehler besteht

 

Obwohl die Unterschiede so groß sind, meinen die meisten Menschen bei der Verwendung des Begriffs "Sicherung" eigentlich Leitungsschutzschalter und Sicherungsautomaten. Deshalb verwenden auch wir den Begriff teilweise in unserem Shop, um zu den entsprechenden Produkten auffindbar zu sein. Allerdings nicht ohne die Unterschiede zu erklären

Bei LS Schaltern handelt es sich um zentrale Elemente für jeden Sicherungskasten, die sich optimal zum schnellen und einfachen Anbau von Zusatzkomponenten wie Hilfsstrom- und Fehlersignalschaltern eignen. In unserem Online-Shop für die Elektroinstallation & Elektromaterial kaufen Sie Sicherungsautomaten 1-polig und 3-polig, für die Bemessungsströme 10A, 16A, 20A, 25A und 32A und mit den Auslösecharakteristika Typ B oder C. Es handelt sich um Leistungsschalter für die Elektroinstallation im Niederspannungsbereich von 230V/400V.

Leistungsschalter bei Kurzschluss – Energiebegrenzungsklasse 3

Der Wert 6kA / 6000A ist wichtig für die Auslösung des Leistungsschalters bei Kurzschlüssen. Das Abschaltvermögen eines Leitungsschutzschalters wird auch als Bemessungs-Kurzschluss-Ausschaltvermögen bezeichnet. Der Mindestwert laut TAB (Technische Anschlussbestimmungen) hierfür liegt in Deutschland und Österreich bei 6000A, was dem Standard für Wohn- und Bürogebäude, so wie dem Kleingewerbe entspricht. Somit entsprechen all unsere Sicherungen dem vorgeschriebenen Standard in diesem Bereich. Auch die Anforderungen an die Energiebegrenzungsklasse 3, im Rahmen der Anforderungen an die Kurzschlussstrombegrenzung für Leitungsschutzschalter bis 32A, werden erfüllt und entsprechen Selektivitätsklasse 3 („hohe Anforderungen“). Eine hohe Energiebegrenzung bewirkt eine hohe Selektivität zu vorgeschalteten Schmelzsicherungen und schützt die Anlage so vor elektromagnetischen Einwirkungen. Der Kurzschlussstrom wird so auf einem niedrigen Wert gehalten. Die Energiebegrenzungsklasse unserer Sicherungsautomaten entspricht dem besten Wert aller verfügbaren Selektivitätsklassen.

 

Welchen Nennstrom für welche Geräte:

  • Übliche Haushaltsgeräte: 10A – 16A
  • CEE-Stecker: 16A
  • Herd & Kühlschrank: 25A
  • Industriele Anwendung: ab 32A 

Funktion & Vorteile von Leitungsschutzschaltern

Leitungsschutzschalter sind unabdingbar für ein sachgemäß abgesichertes Stromnetz. Nur so ist ein risikofreies Arbeiten und eine risikofreie Stromnutzung garantiert. Der LS-Schalter, auch Sicherungsautomat genannt, erkennt Überströme, abhängig vom modellabhängigen Bemessungsstrom, ab dem die Sicherung sozusagen ausgelöst wird. Der Wert 10A, 16A usw. gibt also an, ab welcher Obergrenze die Sicherung rausfliegt. Dadurch unterbricht der Schalter bei zu hoher Stromstärke oder im Falle eines Kurzschlusses den jeweiligen Stromkreis. Außerdem kann man durch manuelles Auslösen des Leitungsschutzschalters am Sicherungskasten die einzelnen Stromkreise nach Belieben abschalten, bzw. für Elektroinstallationen oder anderweitige Elektriker-Arbeiten am Netz.

Es gibt verschiedene Auslösemechanismen:

  • Überlast: Wird der durch die Angabe 10A, 16A, 20A, 25A, 32A etc. vorgegebene Bemessungsstrom, auch als Nennstrom bezeichnet, für einen bestimmten Zeitraum überschritten, schaltet sich der LS Schalter ab. Der Auslösezeitraum ist variabel, abhängig von der Stärke des Überstroms. Die Funktion dahinter: Ein in den Leitungsschutzschalter eingebauter Bimetallstreifen verbiegt sich aufgrund der Wärmeentwicklung bei Überstrom und löst so die Sicherung aus.
  • Kurzschluss: Entstehen entsprechend hohe Kurzschlussströme (prospektiver Kurzschlussstrom) durch die Netzimpedanz, löst der Elektromagnet die Abschaltung in wenigen Millisekunden aus, sobald er vom Kurzschlussstrom durchflossen wird. Der Lichtbogen wird von der Löschkammer aufgenommen, von wo aus die ionisierte Luft und die heißen Gase entweichen können.
  • Manuelles Abschalten: Jeder kennt das, zum Beispiel für das Anschließen eines neuen Gerätes, oder das Montieren einer Lampe. Der Kippschalter an der Vorderseite des LS-Schalters wird nach unten gedrückt und der Stromkreis so manuell unterbrochen.
  • Zusatzmodule: Weitere Auslösemechanismen können mit Zusatzmodulen realisiert werden, indem man diese neben dem jeweiligen Sicherungsautomaten installiert. Zu nennen wären hier z.B. Unterspannungs- und Arbeitsstromauslöser, FI-Schutzschalter oder Hilfsschalter.
  • Freiauslösung: Einer der wichtigsten Auslösemechanismen eines LS-Schalters, der außerdem unbeeinflussbar ist. Hierunter versteht man eine Auslösung trotz Betätigung des Schalthebels oder dem Verharren in der Ein-Position eines Gerätes, sofern ein Kurzschluss existiert. Die Sicherung muss so manuell wieder eingeschaltet werden, wodurch die Aufmerksamkeit auf einen Fehler im Stromkreis gelenkt wird. 

Wie viele Steckdosen kann ich mit einer Sicherung 16A absichern?

Die meisten von Ihnen düften schon einmal die Erfahrung gemacht haben, dass die bekannte "Sicherung rausfliegt". Das liegt daran, dass es keine gesetzlichen Vorschriften dafür gibt, wie viel Steckdosen man mit einem Sicherungsautomat 16A absichern kann. Denn hier spielen zu viele Faktoren eine Rolle. Jedoch gibt es Erfahrungswerte, die bei der Planung des Leitungs- und Anlagenschutzes berücksichtigt werden sollten.  Hier sind vor allem die sog. HEA Ausstattungswerte für Wohngebäude zu nennen, die sich nach gesetzlichen Richtlinien und DIN- und VDE-Normen richten. Hier wären insbesondere die Anforderungen der RAL-RG 678 zu beachten (Download HEA-Broschüre RAL-RG 678). Auch die DIN-Normen DIN 18015-2 zur Mindestausstattung, so wie die DIN 18015-4 für die Vorbereitung der Anwendung der Gebäudesystemtechnik sind hier relevant. In Wohnhäusern sind die einzelnen Gerätestromkreise für Normalverbraucher meistens mit 16-Ampere-Sicherungsautomaten abgesichert.

Beispiel für Sicherungsautomat 16A 1-polig und 3-polig

Mit der Formel P=UxI (Kilowatt (U) = Volt (V) * Amps (A)) kann man die maximal zulässige Watt-Leistung der an einen Stromkreis angeschlossenen Verbraucher errechnen, bei deren Überschreiten die Sicherung auslösen würde. Hierzu multipliziert man die Nennspannung mit dem Nennstrom bzw. Bemessungsstrom.

LS Schalter 3-polig (für 400V Stromkreise)

400 Volt x 16 Ampere = 6.400 Watt

LS Schalter 1-polig (für 230V Stromkreise)

230V x 16 Ampere = 3.860 Watt

Daraus ergibt sich, dass an einem Stromkreis, der mit einer 1-poligen 16A Sicherung geschützt wird, insgesamt elektrische Verbraucher bis zu einer maximalen Leistung von 3680 Watt anschließen kann. Bei der Überschreitung dieses Wertes löst der Sicherungsautomat entsprechend aus, um den Stromkreis zu unterbrechen. Diese Beispielrechnung macht deutlich, dass die Maximallast also bereits mit einer Steckdose überschritten werden kann, abhängig von den elektrischen Verbrauchern, die über diese Steckdose versorgt werden (z.B. über Steckdosenleisten). In der Regel werden diese Werte aber nicht erreicht, sondern sind wesentlich geringer, weshalb die statistischen Erfahrungswerte für die Planung der Steckdosen und Sicherungen genutzt werden.

Erfahrungswerte für Absicherung der Stromkreise mit 16A LS-Schaltern:

  • Einzelsteckdose: 200 bis 300 Watt
  • Doppelsteckdose: 300 bis 500 Watt
  • Mögliche maximale Gesamtlast (Formel) von 3.680 Watt durch Einzellasten auf Basis der Erfahrungswerte teilen. Nun erhält man die Anzahl der Steckdosen pro Sicherung

 

Beispiel: Ein Schlafzimmer hat zwei Doppelsteckdosen und zwei Einzelsteckdosen. Das entspricht einer Gesamtlast von 1.000 bis 1.600 Watt. Nun teilen wie die Gesamtlast durch diese Werte und gehen für einen kleinen Puffer von einer maximalen Gesamtlast von lediglich 3.600 Watt aus:

3600 Watt / 1.600 Watt = 2,25

Mit einem Sicherungsautomat 16A 1-polig könnte ich also rund 2 Steckdosen absichern. Gehe ich von den niedrigeren statistischen Erfahrungswerten aus, so kann ich sogar 3,6 Steckdosen mit einer solchen Sicherung absichern (3600 Watt / 1000 Watt). Für das Schlafzimmer im Beispiel sollten Sie dementsprechend zwei Sicherungen verwenden. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass diese Rechnung bereits bei einem Verbraucher mit hoher Last hinfällig sein kann. 

Tipp: für spezielle Haushaltsgeräte wie den Herd oder Durchlauferhitzer sollte man prinzipiell 25A Leitungsschutzschalter oder höher verwenden, z.B. den ECO Sicherungsautomat 3-polig B 25A.

Dank Schutzart IP20 sind sie u.a. für eine Umgebungstemperatur zwischen -25°C bis +45°C geeignet. Allerdings verfügen sie über keinen gesonderten Schutz vor Spritzwasser oder Sprühwasser und sollten in Feuchträumen ausschließlich in einem Feuchtraumverteiler IP65 installiert werden.